Grenzenlos Wandern und Fahradfahren ...
... in der Meinweg Region zwischen Swalmen und Heinsberg sowie Roermond und Mönchengladbach.
Geschichte und Geschichten aus/in einer geschichtsträchtigen Kulturlandschaft mit viel Naturraum. Den Augenblick genießen, Hitze , Wind und Wetter mit netten Mitwanderern annehmen.
Foto: Vlodrop Station Bahnhäuser
Die Touren sind kostenfrei. Es wird aber eine Spende nach
eigenem Ermessen für die Kinderkrebshilfe Ophoven erwartet.
Der Meinweg ...
... <Gemeinschaftliche Weide> war ein mittelalterliches Allmende-Gebiet. 14 Dörfern wurde es von Kaiser Heinrich 2 als Lehen überlassen.
Durch Holzeinschlag für den Schiffsbau und Grundierungen für Bauten in Feuchtgebieten, gab es bald keine Hochstämme mehr. Das Gebiet verfiel zum Brandholzwald und zur Waldweide. Durch die Weide, hauptsächlich von Ziegen und Schafen, welche die jungen Baumtriebe fraßen, konnte sich der Wald nicht regenerieren. So entstanden große Heide-Gebiete als Kulturland.
Geologisch ist das Gebiet geprägt durch mehrere Brüche in der Erdkruste. Der Rurgraben mit dem Peelrandbruch sinkt ständig ab und hebt den Wassenberger Horst, den Meinwegbruch und den Sandbergbruch an, was zu immer wiederkehrenden Erdbeben führt. Durch Windverwehungen an den Bruchkanten haben sich Moore gebildet. Das bildet eine abwechslungsreiche Terrassen-Landschaft mit vielfältigem Naturraum.
Wandern in der Nationalparkregion MeinWeg
Quelle: © OpenStreetMap contributors, 2021
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Wandergebiete in der Meinweg Region
Das Maas-Tal
von der Belgischen Stadt Maaseik bis Venlo, wird geprägt durch kleine idyllische Dörfer und große Seen-Landschaften.
Diese sind durch den Kies- und Sandabbau entstanden. Die riesigen Kies- und Sandpakete haben sich in der Eiszeit gebildet, als der Rurgraben immer mehr absackte und Rhein und Maas in einem Flußdelta die Vertiefungen auffüllten.
Jede Menge Radwege und Wanderstrecken wollen entdeckt werden.
Rur-Mündung in die Maas (Foto)
Das Boschbeek-Tal
bildet die natürliche Grenze zwischen dem NL Nationalpark De Meinweg, mit seiner vielfältigen Terrassen-Landschaft und dem Elmpter Wald, der vom großen Nato Flugplatz dominiert wird.
Dann schließt sich am Steilrand der Lüsekamp an. Dort wird nach Jahrhunderten Ackerbau offenen Naturgebieten Raum gegeben.
Die Boschbeek bildet keinen durchgängigen Bachlauf, sondern verbindet mehrere Moor-/(NL Venn-)Gebiete.
Geborstende Grenze im Lüsekamp (Foto)
Der deutsche Meinweg
Nach dem Wiener Kongress und der Grenzziehung zwischen den Niederlanden und Deutschland haben die deutschen Dörfer ihren Anteil am Meinweg meist schnell verkauft. Beispiel „Ritz Rode“. Für die neuen Besitzer war das Heideland wenig ertragreich und es wurde schnell aufgeforstet. So entstand ein Wirtschaftswald bis in die heutige Zeit. Durch einen nassen Graben von den Ritzroder Dünen bis zum Scherpenseels Weiher hat sich aber ein interessanter feuchter Naturraum erhalten.
Im Kontrast dazu ist die trockenere Lindenhofheide (Foto) an der Grenze zu Limburg.
Der Rothenbach
Viele Bäche in der Region im Einzugsgebiet von Rur und Maas zeigen eine rötlich rostige Farbe. Der Grund ist eine Konzentration von Raseneisenerz in ihrem Einzugsgebiet. Das Erz wird vom Regenwasser ausgewaschen und oxidiert, wenn es mit Luft in Berührung kommt, zu einer rostroten Farbe. Vom Rothenbach spricht man, wenn er an der Dalheimer Mühle über's Mühlrad fällt. Er bildet dann die Grenze zwischen Limburg und dem Rheinland. Er mäandert dabei an einer Hangkante vorbei. Auf der tiefer liegenden Seite des Bachs hat sich in den Niederlanden ein großes Sumpfgebiet (Foto) erhalten, wogegen auf deutscher Seite abwechslungsreicher Wald vorherrscht. Am Rothenbach liegen 3 Mühlen. Die Dalheimer, Gitstapper und Tusschen de Bruggen Mühle.
Dörfer im Rurtal
Die Dörfer im Rurtal zeigen heute vielfach noch ihren Mittelalterlichen Ursprung. Es sind ehemalige Waldhufen Dörfer, Straßendörfer oder Limburgisch Lintdörfer. Sie haben sind an schon bestehende Verbindungs Wegen gebildet indem man das neue Haus neben ein bestehendes gebaut hat. Die hinter dem Haus liegende Waldhufe konnte von den Besitzern genutzt werden. Einen gewissen Wohlstand erreichten die Ansiedlungen weil sich fast in jedem Dorf ein eigenes Kloster ansiedelte. An die Napoleonische Zeit erinnern viele Häuser mit Ihrem auffälligen Mansardendach (Foto).
Birgeler Wald und Pützchen
Schon in der Zeit vor 1000 haben Missionare an Maas und Rur das Christentum verkündet. Die Dekanatskirche auf dem Birgelener Berg war lange der beherrschende Kirchbau in der Gegend. Die vielfache Verehrung der Gottesmutter hat vielleicht damit zu tun, dass sich die Kelten mit dem Bild der Mutter, Muttererde, eher anfreunden konnten. Die Quelle im Wald, das Pützchen, erreichte seine Bedeutung, weil die Menschen schon in früher Zeit dem Wasser eine heilende Wirkung, besonders bei Augenbeschwerden zusprachen. In der Neuzeit konnte das durch Untersuchungen belegt werden.
Der Birgeler Wald hat sich dadurch, dass er im Auf und Ab des Rurhang liegt, viel Ursprünglichkeit erhalten.
Marienwallfahrtskapelle Birgeler Pützchen (Foto)
Der eiserne Rhein
ist eine 1879 fertiggestellte Eisenbahnverbindung zwischen dem deutschen Ruhrgebiet und dem Hafen von Antwerpen. Ziel war es, dem hauptsächlich auf dem Rhein stattfindenden Güterverkehr ins Ausland, neue Möglichkeiten zu geben und den Hafen von Rotterdam zu umgehen. Große Rangier- und Verschiebebahnhöfe wurden gebaut, z. B. in Vlodrop und Dalheim. 1948 war es so gut wie vorbei mit dem Eisenbahnverkehr, doch die Strecke hat oft die Gemüter erregt wegen angedachter Reaktivierung. Der ehemalige Bahndamm und die Gleise (Foto) sind eine ständige gut sichtbare Landmarke im NL Nationalpark de Meinweg .
NL Nationalpark de Meinweg
Schon 1948 genannt und 1995 offiziell anerkannt, zeigt die Landschaft noch viele Heidegebiete (Foto) und Offenland-Natur. Die in den 1930er Jahren und nach 1945 gepflanzten Kiefern, die als Stützhölzer für den Steinkohle-Bergbau gedacht waren, sind vielfach entfernt. Der Plan der Steinkohleförderung auf dem Wolfsplateau wurde nach dem Fund der Erdgasfelder nahe Groningen eingestellt. Neue freiwerdende Flächen werden mit einheimischem Laubholz angepflanzt oder für Amphibien und Insekten offen gehalten. Im Nationalpark werden Wildschweine geduldet, was man an den vielen Fraßspuren sehen kann.